Streckgrenze
Die Spannung, ab der sich ein Werkstoff bleibend verformt. Sie ist die Grundlage für die Auswahl von Baustahl.
Die Streckgrenze (in MPa, Megapascal) ist die Spannung, bei der Stahl von der elastischen (vorübergehenden) in die plastische (bleibende) Verformung übergeht. Sie ist die wichtigste Kenngröße für die Auslegung von Baustahl.
Bedeutung für Anbaugeräte:
- höhere Streckgrenze = mehr Last, bevor sich das Bauteil bleibend verbiegt
- leichtere Bauweise bei gleicher Festigkeit (wie bei Strenx)
- die Streckgrenze muss die höchsten erwarteten Betriebsspannungen samt Sicherheitsbeiwert übersteigen
Typische Werte:
- Baustahl (S355): 355 MPa
- Strenx 700: 700 MPa
- Strenx 900: 900 MPa
- Strenx 1100: 1100 MPa
Bei der Auslegung zu beachten:
- Sicherheitsbeiwert bei Anbaugerätestrukturen üblicherweise 1,5 bis 2,0
- auch die Lebensdauer unter Wechsellast hängt von der Streckgrenze ab
- höhere Streckgrenze erlaubt dünnere Bleche und damit weniger Gewicht
- das Schweißen kann dafür besondere Verfahren verlangen
Sieruta verwendet hochfeste Strenx-Stähle, um das Gewicht der Anbaugeräte bei gleicher Festigkeit zu senken.